Fisch des Jahres 2019: Atlantischer Lachs

Nicht Angeln, Fisch steht unter Naturschutz

Wie der NABU jedes Jahr den Vogel des Jahres wählt, so wählt ein anderes Gremium den Fisch des Jahres. Dieses ist der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Doch Hintergrund ist der Gleiche. Der Atlantische Lachs (Salmo salar) ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Es ist verboten ihn z.B. in der Ostsee vor Rügen zu angeln. Er soll in Deutschland wieder angesiedelt werden und in den Flüssen zahlreiche Laichgebiete erhalten. Dafür müssen diverse Barrieren in den Flüssen entfernt werden, z.B. durch den Bau von Fischtreppen, die es dem anspruchsvollen Wanderfisch ermöglicht zahlreiche Hindernisse zu überwinden um geeignete Laichplätze zu finden.

Aussehen

Nach gut zwei Jahren sind die fische ausgewachen und haben ungefähr eine Größe von 76 cm und ein Gewicht von c.a. 5 kg. Der Lachs hat einen grünen bis gräulichen Rücken, seitlich ist er silbrig und der Bauch ist weiß. Wenn der Atlantische Lachs auf Wanderung geht, dann ändert sich die Farbe, da er nun von seinen Fettreserven zehrt, da er jetzt keine Nahrung mehr aufnimmt. Über den ganzen Körper bekommt das Weibchen schwarze Punkte und am Kopf Rote und der Unterkiefer biegt sich nach oben, der sog. Laichhaken.
Lachs und Meerforelle

Lachs und Meerforelle

Der Atlantische Lachs ähnelt sehr der Meerforelle, doch man kann die Fische an 5 Merkmalen unterscheiden:

  • Der Kiemendeckel des Lachses ist rund. Die Meerforelle hat Spitze Kiemen.
  • Die Meerforelle het eine gerade Schwanzflosse. Der Lachs hat eine eingebuchtete Flosse.
  • Beim Lachs ist die Maulspalte bis hinter das Auge gespalten.
  • Mehr Punkte auf der Meerforelle als auf dem Lachs.
  • Keine Zähne beim Lachs auf der vorderen Platte des Pflugscharbeins

Vorkommen des Atlantischen Lachses

Der Lachs kommt am häufigsten im Atlantischen Ozean vor, vereinzelt aber auch in der Ostsee vor Rügen. Er steht ganzjährig unter Naturschutz und darf nicht beangelt werden. Zum Laichen benötigt der Lachs Kiesgründe, die man häufig in Flüssen von Nordamerika und Europa vorfindet. Daher die ausgiebeige Laichwanderung im Spätherbst.

Ernährung

Jungfische ernähren sich von kleinen wirbellosen Tieren und wenn sie größer werden, fressen sie gelegentlich auch kleinere Fische. Während dieser Zeit jagen sie auf dem Grund und in der Strömung. Die häufigste Nahrung sind Köcherfliegen, Kriebelmücken, Eintagsfliegen und Steinfliegen.
Die ausgewachsenen Lachse ernähren sie sich von größerer Nahrung, wie z. B. arktischer Tintenfisch, Sandaal, Flohkrebsen, Eismeergarnelen und manchmal auch ein Hering.

 


Atlantischer Lachs: Fisch des Jahres 2019

Auch wenn es schon zahlreiche Projekte und erste Rekonstruktionsmaßnahmen getroffen wurden, wird es noch einige Jahrzente dauern, bis sich selbstständig regenerierende Populationen des Atlantischen Laches wieder in den Flüssen Europas ansiedeln.